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Einführung des Fixkosten-Degressionsabschlags und Abwertung der sachkostenintensiven DRGs

Die Veränderungen im Entgeltsystem stellt das Controlling vor ganz neue Herausforderungen. Kliniken, die mit Mehrleistungen rechnen, müssen ihre Leistungsplanung und damit auch das Leistungscontrolling neu strukturieren, um alle strategische relevanten Informationen zur Vorbereitung der Entgeltverhandlungen – aber auch für die unterjährige Steuerung – zeitnah zur Verfügung zu haben.

Die Differenzierung muss sich dabei an den Kategorisierungen des FDA orientieren (abschlagsfreie Leistungen mit 5 Tatbestandsmerkmalen, Leistungen mit Regelabschlag, Leistungen mit hälftigem Abschlag, Leistungen mit höherer Fixkostendegression, Leistungen). Die große Herausforderung dabei liegt darin, die Vereinbarungsdaten 2016 auf die Gegebenheiten des Jahres 2017 überzuleiten. Eine pauschale Überleitung wie in den vergangenen Jahren ist nicht mehr ausreichend, sondern dies muss auf Einzelleistungsebene erfolgen.

Des Weiteren wird es notwendig, dann auch die Kostenstruktur der einzelnen Leistungen zu kennen (Anteil der fixen und variablen Kosten pro DRG), da sicher in den Entgeltverhandlungen die Kostenträger versuchen werden, hier den FDA um weitere 15% und/oder die Laufzeit über die 3 Jahre zu verlängern. Auch hier ist es nicht ausreichend, mit pauschalen Annahmen zu arbeiten (z.B. Personalkosten sind fix). Orientierung gibt hier sicher das RWI-Gutachten. Allerdings entbindet dies nicht von der Notwendigkeit, die hausindividuellen Kosten zu analysieren.

Auch wenn im Jahr 2017 keine Mehrleistungen zu erwarten sind, muss die Leistungsplanung und damit verbunden auch die Vereinbarungs-E1 taktisch gut überlegt sein, da diese dann die Basis für die Bewertung von Mehrleistungen im Jahr 2018 sind. Fehler im Jahr 2017 wirken sich damit unmittelbar auf die Folgejahre aus und sind schwer wieder zu korrigieren.

Durch die langjährige Erfahrung von über 30 Entgeltverhandlungen pro Jahr verfügt die FUTURAMED über die geeigneten Tools und Werkzeuge, hier die Vorbereitungen optimal zu gestalten und darauf aufbauend erfolgreiche Budgetverhandlungen zu führen.

Gerade Kliniken mit einer hohen Spezialisierung im Bereich der Orthopädie und / oder der Kardiologie sind massiv von den Folgen der Neubewertung der DRGs – und damit von der Abwertung der sachkostenintensiven DRGs – betroffen. Da im Jahr 2017 nur ein Teil der Abwertung umgesetzt wurde, werden im Jahr 2018 weitere Einschnitte greifen. Damit rückt das Sachkostencontrolling für diese Kliniken noch mehr in den Fokus. Es wird nicht ausreichen, hier das Problem über die Verhandlung von günstigeren Einkaufspreisen zu lösen. Vielmehr müssen die Prozesse ganzheitlich betrachtet werden. Um hier erfolgreich zu sein, ist eine vollständige Transparenz über das eingesetzte Material sowie der Prozesskosten unabdingbar. Auch hier kann die FUTURAMED hilfreich zur Seite stehen, da genau diese Themen seit Jahren zu den Schwerpunkten der operativen Unterstützung von Kliniken gehört.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die aufgezeigten neuen Herausforderungen auch das Controlling grundlegend verändern werden bzw. mit neuen Aufgaben betrauen werden. Die vergangenheitsorientierten Aufgaben werden an Bedeutung verlieren und ersetzt, durch die Notwendigkeit, strategische Informationsgrundlagen zu liefern.

Laden Sie sich den originalen Artikel aus der Fachzeitschrift DAS KRANKENHAUS hier herunter:

"Das Krankenhaus_S.375_Ausgabe_05_2017" (PDF)

Informationen auch unter: http://www.daskrankenhaus.de